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Botoxinjektion der Harnblase
Für Reizblasen oder die Dranginkontinenz bietet die Behandlung mit dem Wirkstoff Botulinumtoxin - kurz: Botox - eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit.
Auch Katheterträger, die mit ständigen Blasenkrämpfen, Schrumpfblase oder ständigen Verstopfungen zu kämpfen haben, besteht mit Botox eine sehr gute Behandlungsmöglichkeit.
Wie wirkt Botox?
Botulinumtoxin hemmt die Nerven, welche die Blasenmuskulatur und auch die Blasenschleimhaut steuern. Dadurch wird der Blasenmuskel schwächer, die Blase weniger «reizbar» und ruhiger. Durch das Schwächen des Blasenmuskels erhöht sich auch das Fassungsvermögen der Blase. Sie als Patient können nach der Botox-Injektion mehr und leichter Ihren Urin in der Harnblase zurückhalten. Sie müssen auch nicht mehr jedem Harndrang sofort nachgeben.
Wie kommt das Botox in die Harnblase? Wie verläuft der Eingriff?
Das Medikament „Botox“ wird mit Hilfe eines Endoskops (Zystoskop) und einer hauchfeinen Injektionsnadel in die Harnblase eingespritzt.
Der Eingriff erfolgt ambulant. Meistens geben wir zuvor ein örtliches Betäubungsmittel direkt in die Harnblase.
Wie erfolgreich ist das?
Wann setzt die Wirkung ein und wie lange hält die Wirkung der Botox-Injektion an?
Muss das regelmässig wiederholt werden?
Die Erfolgsrate der Botox-Behandlung liegt bei bis zu 80 %. Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern erst nach 3 Wochen. Die Wirkung hält etwa sechs bis höchstens zwölf Monate an. Ob danach eine erneute Botox-Injektion durchgeführt werden muss, hängt von der Grunderkrankung ab und der Stärke der Beschwerden. Nach aktueller Studienlage muss bei ca.1/3 der Patienten die Injektion wiederholt werden.
Welche Behandlungsnachteile und Nebenwirkungen hat der Eingriff?
Die Botox-Therapie wird gut vertragen, ist sehr sicher und es gibt nur sehr selten Nebenwirkungen. Unmittelbar nach der Injektion des Botox in die Harnblase kann es zu Blasenreizungen oder auch mal kurzzeitig zu Blut im Urin kommen. Selten muss deshalb ein Dauerkatheter gelegt und einige Tage belassen werden. Eine Harnwegsinfektion kann nach jedem Eingriff an der Harnblase auftreten, so auch nach Botox-Injektionen. Harnwegsinfekte müssen in diesem Fall mit Antibiotika behandelt werden.
Bei spezielle Nervenerkrankungen (Myasthenia gravis) kann es extrem selten zu Störung der Muskulatur kommen. In diesen Fällen erfolgt die Botox-Gabe im Spital und unter Überwachung.
Bis zu 2-3 Wochen nach der Botox-Injektion kann es zu Schwierigkeiten beim Wasserlösen kommen bis hin zur kompletten Harnsperre. In diesen Fällen muss der Restharn überwacht und gelegentlich eine Harnableitung erfolgen bis zum Nachlassen der Botox-Wirkung.
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